Ausbildungsprojekt Stampfvolumeter - Ausbildungsfirma geht in die zweite Runde

schüttguthandling rohstoffhandling pneumatische förderanlagen mischerbeschickung azo
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Nach dem durchschlagenden Erfolg des ersten AZO-Ausbildungsprojektes „Müslidosierer“ bekamen die diesjährigen 22 Auszubildenden und Studenten im zweiten Ausbildungsjahr eine neue Projektaufgabe:

Die interne Ausbildungsfirma „AZO Students“ sollte innerhalb der vorgegebenen Projektlaufzeit von einem Jahr ein Stampfvolumeter entwickeln, konstruieren und fertigen. Das bis dato verwendete Gerät wies mechanische Schwächen auf und kommt im AZO-Schüttgutlabor, in welchem regelmäßig Versuche mit Kundenprodukten durchgeführt werden, zum Einsatz. Ein Stampfvolumeter dient zur Bestimmung der Stampfdichte von pulverförmigen Materialien. Zur Prüfung in einem Stampfvolumeter gelangen pulverige, faserige und granulatförmige Produkte. Das neue AZO-Stampfvolumeter sollte wesentliche Verbesserungen in Bezug auf das Handling und die mechanischen Eigenschaften aufweisen. Technische Anforderungen, wie die Einhaltung bestimmter Normen, Geräuschemissionen und Bedienfreundlichkeit wurden von den Ausbildern, welche die Rolle des Kunden übernahmen, in einem Lastenheft festgehalten.

Dann ging es los:
Das Projekt Stampfvolumeter wurde durch die jeweiligen Ausbilder und die Geschäftsleitung begleitet. Nachdem die Vorgaben des „Kunden“ genau analysiert waren galt es, das Projekt im Rahmen des vorgegebenen Budgets umzusetzen. Die Auszubildenden starteten mit einem Brainstorming zur Ideensammlung. Daraus entstand ein grobes Konzept, auf das die Konstruktionsphase folgte. Es wurden erste 3-D-Zeichnungen entworfen und parallel verlief die Suche nach elektrischen sowie Steuerungskomponenten durch die Auszubildenden der Schwesterfirma AZO CONTROLS. Jetzt mussten die Zusammenhänge erkannt und auf die jeweilige individuelle Arbeitsaufgabe übertragen werden. Jeder Auszubildende übernahm die Tätigkeiten seines späteren Berufsfeldes. Bei komplexen Aufgaben, die mit dem momentanen Ausbildungsstand nicht ausgeführt werden konnten, wurden die Auszubildenden tatkräftig von ihren Kollegen bei AZO unterstützt.

Zu solch einem realitätsnahen Projekt gehören natürlich auch ein ausgearbeitetes Angebot sowie regelmäßige Zwischenberichte an den Kunden. Alle kaufmännischen Aufgaben wie Bestell- und Rechnungsabwicklung sowie Material Ein- und Auslagerungen wurden über das ERP-System SAP abgewickelt. Nachdem alle Details des neuen Stampfvolumeters erarbeitet waren, wurde ein Prototyp hergestellt. Mit diesem wurde ein Dauertest, ein sogegannter factory acaptance test (FAT) durchgeführt und vorhandene Schwachstellen anschließend nachgebessert.

Anfang dieses Jahres war es endlich so weit, dass die Endmontage ausgeführt werden konnte und am 19. März übergaben die Auszubildenden und Studenten das fertige Stampfvolumeter an ihre begeisterten Kunden. Zu diesem Zweck wurde sogar eine Live-Schaltung nach Santiago zu einem der Studenten-Projektleiter realisiert, der dort gerade sein Auslandssemester verbringt. In einer ausführlichen Präsentation, die ein selbst gezeichnetes Video beinhaltete, wurde das gesamte Projekt noch einmal eindrucksvoll dargestellt. Vom Lastenheft bis zum Endprodukt – nur als Team funktioniert ein Projekt, um das beste Ergebnis zu erzielen. Jede einzelne Arbeitsgruppe stellte ihren Aufgabenbereich vor und während der Präsentation wurde das neue Stampfvolumeter, welches bis dahin von einem AZO-orangenen Tuch verdeckt war, enthüllt. Anschließend wurde das Gerät den Teilnehmern in 4 Einzelgruppen detailliert vorgeführt und erklärt.

Abschließend drückte Denise Zimmermann ihren Stolz über die AZO Students aus uns dankte den am Projekt beteiligten Auszubildenden und Sponsoren. Ausbilder und Geschäftsleitung der Firma AZO sehen die Ausbildungsprojekte als Investition in die Auszubildenden und Studenten, um diese an eine zielorientiert-kooperative Arbeitsweise heranzuführen. Bei der Projektdurchführung konnten wertvolle Erfahrungen durch das praktische Lösen von auftretenden Problemen und der ein oder anderen Planabweichung gesammelt werden. Alle waren sich einig, dass es AZO einmal mehr gelungen ist, alles auf den Punkt zu bringen. Das fertige Stampfvolumeter wird künftig im AZO Schüttgutlabor regelmäßig zum Einsatz kommen und es wird sogar über eine Vermarktung nachgedacht.